Zehn Jahre Exportinitiative Umweltschutz: CleanTech ist industrielle Schlüsselbranche

04.09.2026
Kläranlage, Klärwerk, Abwasser von oben
Zum zehnjährigen Jubiläum der Exportinitiative Umweltschutz trafen sich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur CleanTech-Konferenz 2026 mit Carsten Schneider in Berlin.

Seit zehn Jahren unterstützt das Bundesumweltministerium (BMUKN) mit der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) deutsche Unternehmen dabei, innovative Umwelttechnologien international zu erproben und neue Märkte zu erschließen. Zum Jubiläum findet heute die CleanTech-Konferenz 2026 mit Bundesumweltminister Carsten Schneider im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Bisher wurden mehr als 200 Projekte in 97 Ländern mit insgesamt 82 Millionen Euro gefördert. Damit verbindet die EXI den weltweiten Schutz von Umwelt und Ressourcen mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Umweltwirtschaft.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Clean-Tech hat sich zu einer industriellen Schlüsselbranche für Deutschland entwickelt. Das Wachstum der Zukunft wird maßgeblich von Umwelttechnologien generiert werden, gerade in Deutschland. Deutsche Unternehmen sind stark im Bereich Umweltschutz und die Nachfrage nach umweltschonenden Lösungen wächst weltweit. Das eröffnet Chancen für deutsche Unternehmen. Mit der Exportinitiative Umweltschutz helfen wir deutschen Unternehmen dabei, Exportchancen zu nutzen und tun zugleich etwas für die Umwelt weltweit."

Zu den Schwerpunkten der Exportinitiative gehören Kreislaufwirtschaft, Wasser- und Abwassertechnik sowie grüne Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien. Gefördert werden neben Machbarkeitsstudien auch innovative Pilotprojekte und Demonstrationsvorhaben, in denen neue Lösungen praktisch erprobt werden. Die Projekte werden weltweit umgesetzt, ein besonderer Fokus liegt dabei auf Schwellen- und Entwicklungsländern.

Konkrete Beispiele: Eine Berliner Firma hilft mit deutschem Know-How bei einem Modellprojekt für die Wasserwiederaufbereitung in der Millionen-Metropole Lima. Ein Unternehmen aus NRW arbeitet an Wasserstofflösungen für die Stromversorgung von thailändischen Inseln. Insgesamt wurden mehr als 200 Modellprojekte bisher über die Exportinitiative Umweltschutz des Bundesumweltministeriums gefördert.
Seit Beginn ist die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) strategische Partnerin der Exportinitiative. Über die Koordinationsstelle "Chambers for GreenTech" und das weltweite Netzwerk der Auslandshandelskammern (AHKs) unterstützt sie deutsche Unternehmen dabei, lokale Marktbedingungen zu verstehen und passende Partner vor Ort zu finden. 

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Helena Melnikov: "Die deutsche Umweltbranche steht beispielhaft für die Innovationskraft unserer Unternehmen. Ihre Lösungen sind weltweit gefragt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Die Exportinitiative Umweltschutz zeigt seit zehn Jahren, wie deutsche Unternehmen durch die enge Zusammenarbeit von BMUKN, DIHK und AHK-Netzwerk beim Schritt in internationale Märkte erfolgreich unterstützt werden können."

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der EXI treffen sich am 4. September 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur CleanTech-Konferenz 2026 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Im Fokus der Konferenz steht, wie die deutsche Umweltwirtschaft ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit unter veränderten geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sichern und ausbauen kann.

Die Projektträgerin Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH richtete die CleanTech-Konferenz gemeinsam mit der DIHK Service GmbH und den "Chambers for GreenTech" aus.

04.09.2026 | Pressemitteilung Nr. 108/26 | Wirtschaft
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11896
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